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Переводы русской литературы
Translations of Russian literature


Im Gärtchen

(Am Tische zu Drey.)

Baucis (zum Fremdling).

Bleibst du stumm? und keinen Bissen
Bringst du zum verlechzten Mund?

Philemon.

Möcht’ er doch vom Wunder wissen,
Sprichst so gerne, thu’s ihm kund.

Baucis.

Wohl! ein Wunder ist’s gewesen!
Läßt mich heut noch nicht in Ruh;
Denn es ging das ganze Wesen
Nicht mit rechten Dingen zu.

Philemon.

Kann der Kaiser sich versündigen
Der das Ufer ihm verliehn?
Thät’s ein Herold nicht verkündigen
Schmetternd im Vorüberziehn?
Nicht entfernt von unsern Dünen
Ward der erste Fuß gefaßt,
Zelte, Hütten! – Doch im Grünen,
Richtet bald sich ein Palast.

Baucis.

Tags umsonst die Knechte lärmten,
Hack’ und Schaufel, Schlag um Schlag,
Wo die Flämmchen nächtig schwärmten
Stand ein Damm den andern Tag.
Menschenopfer mußten bluten,
Nachts erscholl des Jammers Qual,
Meerab flossen Feuergluthen,
Morgens war es ein Canal.
Gottlos ist er, ihn gelüstet
Unsre Hütte, unser Hain;
Wie er sich als Nachbar brüstet
Soll man unterthänig seyn.

Philemon.

Hat er uns doch angeboten
Schönes Gut im neuen Land!

Baucis.

Traue nicht dem Wasserboden,
Halt auf deiner Höhe Stand.

Philemon.

Laßt uns zur Capelle treten!
Letzten Sonnenblick zu schaun.
Laßt uns läuten, knieen, beten!
Und dem alten Gott vertraun.


Theil 2. Akt 5. Im Gärtchen. «Faust» Goethe.

« Offene Gegend

Palast »





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